
Die Stiftung „perspektiven-lernen“ möchte im Rahmen einer angedachten Erweiterung der Bildungslandschaft neue Wege beschreiten und imWipptal und Eisacktal „einen Ort“ / ein „Geflecht von Orten“ aktivieren, an welchem junge Menschen aber auch Erwachsene sich bilden können, indem sie in vielfältigen Kooperationen ins Tun kommen, sich selbst Aufgaben geben, Verantwortung übernehmen für die Entwicklung und Gestaltung der eigenen Umgebung und der „Region“ (nördliches/südliches Wipptal, Eisacktal), in der sie leben. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Aktivierung grenzübergreifender Kooperationen gelegt, die sich entlang von gemeinsam wahrgenommenenHerausforderungen einwickeln, längerfristig angedacht sind und nachhaltig wirksam werden sollen
Die Initiative fußt auf der Überzeugung, dass Menschen an verantwortungsvollenAufgaben wachsen/zusammenwachsen und eingebunden in Gemeinschaften für sichselbst und für andere eine tragende und haltende Umgebung schaffen können.
Alle Menschen haben Potenziale. Die Stiftung will in Zusammenarbeit und im Dialog mit verschiedenen Akteuren im nördlichen Wipptal (Gemeinde Matrei, Projekt und Akteure „Matreiander“ und weiteren) den Raum schaffen, dass sich die vielfältigen Potentiale entfalten und mit anderen Potenzialen verweben können. Auch Kinder und Jugendliche, die es nicht leicht haben, sollen über neue Lernarrangements und sinnstiftende Projekte Möglichkeiten finden, ihre nächsten Schritte (vielleicht auch ganz eigenen) zu tun, um sich stark machen zu können, für ein „passendes (gelingendes) Leben“.
Angedacht ist die Aktivierung eines „Hauses“/ eines „Geflechts von Orten“, welches in einer breiten Trägerschaft grenzüberschreitend als eine Art „Ermöglichungsstruktur“ entwickelt wird.
Es soll ein „Ort“/ein „Geflecht von Orten“ sein, in dem Zivilkultur entwickelt und gelebt wird. Die bewegten Zeiten, in denen wir uns befinden, zeigen deutlich, wie wichtig es ist, demokratische Ordnungen aus der Teilhabe von Vielfalt und bunten Perspektiven heraus zu entwickeln und im Tun zu verinnerlichen. Demokratisches Zusammenleben braucht innere Beteiligung, die sich allmählich zu einer „Haltung“ auswächst.
In diesem Sinne soll auch der partizipative Prozess, der im Rahmendieses Interreg-Kleinprojektes mit verschiedenen Partner*innen abgewickelt wird, ein „Prototyp“ sein für ein gemeinsames demokratisches Entwickeln und Gestalten sowie für ein grenzübergreifendes Kooperieren.
Partner*innen: Bildungsbezirke südliches und nördliches Wipptal und Eisacktal, Jugenddienst Wipptal, Sozialdienst Wipptal/Eisacktal, Gemeinde Matrei am Brenner mit dem Projekt „Matreiander“, Pädagogische Abteilung Südtirol
Zugesicherte Unterstützung: Bildungsdirektion-Pädagogischer Dienst Tirol, UNI Innsbruck, UNI Brixen-Fakultät für Bildungswissenschaft (in Form einer Konvention), Bürger- und Gemeinwohlinitiativen: konkret Bürger*innengenossenschaft Brixen, Sozialunternehmen KDS.
Im Projekt sollen über einen partizipativen Prozess die wahrgenommenen Herausforderungen und Bedarfe im Bildungs- und Sozialbereich, in der Jugendarbeit sowie im Bereich des Gemeinwohls erhoben werden.
Daran anknüpfend sollen Kooperations-Ideen und Vorschläge entstehen für die Entwicklung und kooperative Nutzung eines möglichen „Hauses“ / eines „Geflechts von Orten, in dem junge Menschen und Erwachsene sich bilden, sich verantwortungsbewusst Aufgaben geben und aktiv werden können in der Entwicklung und Gestaltung der Gemeinschaft, in der sie leben aber genauso in der sie umgebenden Region (grenzüberschreitend im Einzugsgebiet des nördlichenund südlichen Wipptals sowie des Eisacktals).
Ziel des Projektes ist es,
Menschen aus Bildung, Soziales, Jugendarbeit und Gemeinwohl diesseits und jenseits der Brennergrenze zusammenzubringen, damit wahrgenommene Herausforderungen sich miteinander verbinden und ein gemeinsames Suchen nach Lösungen möglich wird;
Herausforderungen, Bedarfe und Interessen der relevanten Akteur*innen systematisch und in einem breiten Querschnitt zu erfassen;
Kooperationsideen und erste Rahmungen für den angedachten „Ort"/das angedachte „Geflecht von Orten“ und mögliche Bespielungs- und Belebungsszenarien zu entwickeln;
einen praxistauglichen Anforderungskatalog für den „Ort“/das „Geflecht von Orten“ und seine Qualitäten zu erarbeiten;
Ermöglichungsstrukturen zu entwerfen und strukturelle Maßnahmen zu definieren, über welche ein längerfristiges Überleben der „grenzüberschreitenden Werkstatt“ garantiert wird;
den Prozess selbst als gelebtes demokratisches Miteinander zu gestalten, als „Dialog auf Augenhöhe" und als „Brücke über die Grenze“;
die Ergebnisse in einem umfassenden Abschlussbericht und einer ansprechenden Publikation aufzubereiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.